Texte

Klaudia Stöckl und Robert Puczynski im Dialog

Auseinandersetzung von Malerei und Bildhauerkunst in der Stadtgalerie

Auf großes Interesse des Publikums stieß die aktuelle Ausstellung der Stadtgalerie Waidhofen bei der Eröffnung vergangenen Freitag. Im feinen Dialog zwischen den Werken der Malerin Klaudia Stöckl und des Bildhauers Robert Puczynski spannen sich gemeinsame Themen und Zugänge auf. Da wäre zum ersten der Bezug zur Natur: Von der Landschaftszeichnung kommend, hat Klaudia Stöckl mit der Serie Terra Incog­nita eine zunehmend abstrakte Ebene gefunden, mit der sie ihre Eindrücke beim Durchwandern eines Waldstückes auf Papier bannt. Robert Puczynski, der vorwiegend mit Holz arbeitet, befasst sich mit der Natur und den Formen, die sie vorgibt. Beide gehen von einem block­artigen Nukleus aus: Bei der Malerin sind es annähernd quadratische Farbfelder, die nur scheinbar monochrom sind, beim Bildhauer ist es ein Würfel, aus dem er Freiräume schneidet. Genau jene Leerstellen bedingen die weiterführenden Volumina in Eiche. Balancierende Stelen, die an Tänzer erinnern, bis hin zu einer „Schlange“ (SNAKE), die elegant über den schwarz glänzenden Galerieboden gleitet, sind im Raum platziert. Dynamisch auch die Formen, die sich bei Klaudia Stöckl unter ihrer Regie verselbstständigen. Geschichten von Strichen, die ihre eigene Geometrie neu definieren und sich lebhaft zwischen der Vertikalen und der Horizontalen bewegen, werden erzählt.
Ausstellung in der Stadtgalerie, Oberer Stadtplatz 32, Waidhofen, bis 1. Juli 2012 jeweils Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 10 – 13 Uhr und So. 15 – 18 Uhr.

Klaudia Stöckl, deren Atelier auf einem buccolischen Bauernhof in Allhartsberg liegt, ist mit großformatigen Papierarbeiten vertreten. Ihre  Auseinandersetzung mit Natur manifestiert sich in starken, expressiven Bildern, die einen Spaziergang im Wald auf eine abstrakte Ebene transponieren. In erdigen Farbtönen gehalten, untersucht sie in Bildserien das Verhältnis von Farbmaterial und grafischen Strukturen. Wer sich mit ihr auf eine Entdeckungsreise durch die  „Terra Incognita“ (so der Titel der Reihe) begibt, erlebt subtile Farbzeichnungen. (Dr. Theresia Hauenfels, Juni 2012)

 

 

Meditative Bilderwelten

Die expressiven und zugleich höchst meditativen Bilder von Klaudia Stöckl haben das Konkrete verlassen, sie arbeitet nun nur noch mit Farbzellen und Farbflächen, ohne eine bestimmte Form anzustreben. Diese Bilder haben etwas speziell Wesenhaftes. Die Künstlerin besitzt die so wesentliche Fähigkeit, mit den Elementen der optischen Mitteilung - Linie, Fläche und Form - und durch ihren virtuosen Umgang mit der Farbe direkt das emotionale Sensorium des Betrachters zu erreichen. Sie komponiert quasi mit einem Farbenalphabet und drückt nonverbal aus, was sie dem Betrachter mitteilen will. (Dr. Leopold Kogler)

 

Ausstellung/Klaudia Stöckl präsentiert unter dem Titel "Erdiges" ausdrucksstarke Zyklen.

Die Erde als Thema

In den Arbeiten von Klaudia Stöckl lassen sich romantische Einblicke ebenso ausmachen wie abstrakt expressive Anklänge. Die Erdmetapher, wie Leopold Kogler in seiner Einführung ausführte, verliert in ihren Werkzyklen nie ihre Erklärungskraft. Sie bedient sich einerseits eines realistischen Naturalismus, der in seinen Ausschnitten ein besonderes Landschaftserlebnis einfängt. Darüber hinaus lässt Stöckl in abstrahierenden Feldern die Erde kraftvoll erscheinen. Die expressiven Arbeiten überzeugen durch eine besondere Oberflächenästhetik und durch die Kraft der so genannten Erdfarben. Es gelingt der Allhartsberger Malerin dem Ausstellungsmotto "Erdiges" brilliant gerecht zu werden. Die ausgestellten Ergebnisse beinhalten malerische Raffiness und emotionelle Klarheit. Eine klug arrangierte Ausstellung. (NÖN Wo 50/2008)

 

 Ausstellung/Blaugelbe Galerie zeigt in ihrer Ausstellung „Terra Incognita“ Arbeiten von Klaudia Stöckl und Stefan Kromoser

In das unbekannte Land

Zwei unterschiedliche Positionen werden in der blaugelben Galerie in Weistrach einander gegenüber gestellt. Und doch sind sie in ihrer ungegenständlichen, expressiven Ausrichtung ähnlich. Der Titel der Ausstellung „Terra incognita“ zeigt den Wunsch auf, in Gebiete zu ziehen, die noch unerforscht sind. Im übertragenen Sinn steht der Titel aber für eine zu findende individuelle Formen- und Farbensprache. Klaudia Stöckls Arbeiten zeugen von einer herrlichen Heftigkeit der Pinselschwünge auf den teils übergroßen Formaten. Was der Betrachter erkennt, sind Gräser, Pflanzen oder Gegenstände. Die gestischen Spuren setzten sich im Auge zu einem Ganzen zusammen. (NÖN Wo 41/2007)

Künstler-Porträt                                                                                                                          Klaudia Stöckl / Spezielle Setzung der Pinselstriche charakterisiert ihre Werke.            Zwischen Kühle und Wohlgestalt

Die Bilder von Klaudia Stöckl bestechen durch ihre geschickte Farbwahl. In dieser gehen Schönheit und Kälte ineinander über und hinterlassen beim Betrachter ein divergentes Gefühl zwischen den beiden Kontrapunkten Wohlgestalt und Kühle. In ihren großformatigen Papierarbeiten besticht die unterschiedliche Setzung des Pinselstriches. Die Kraft des Strichs steht trotz aller Interpretationen von Figürlichkeit für sich allein. Braune und weiße Töne in Verbindung mit schwarzen Umrisslinien oder braune und schwarze Töne mit weißen ergeben ein in sich harmonisches ungegenständliches Werk. Bis plötzlich die Silhouette eines Waldes, eines Dickichts eines Gebüsches zum Vorschein kommt und die anfängliche Ungegenständlichkeit aufhebt. Die gestischen Spuren bekommen dann ein neues Leben. (NÖN Wo 41/2007)

 

Beachtlich/ Mit ihrer Ausstellung im Waidhofner Pendel legt Klaudia Stöckl Werke von gestalterischer Dichte und trotz Abstraktheit von konkreter Aussage vor.

 Stöckls expressive Kunst

Am souveränsten – und ausdrucksintensivsten – arbeitet Klaudia Stöckl dort, wo es darum geht, flächige Farbansätze mit graphischen Strukturen zu einer Bildaussage zu verweben.Gerade in der spürbaren Dominanz von erdigen Tönen wie Umbra findet die Künstlerin den Kontakt zum Ursprünglichen der Region, zur Landschaft, zur Architektur und zu grundlegenden Lebensfragen allgemein.  (NÖN Kultur Wo 51/2006, Ausschnitt)

 

Galerie Pendel  /Ausstellungseröffnung

Vernissage von Klaudia Stöckl, am 15. Dezember 2006

Die Ausstellung von Klaudia Stöckl, die am 15. Dezember um 19.00 Uhr eröffnet, nimmt bereits den Programmschwerpunkt der Galerie Pendel für das kommende Jahr vorweg: die vielfältige Beziehung von Kunst und Architektur. In ihrer aktuellen Werkserie zeigt Klaudia Stöckl Ausblicke in die Mostviertler Landschaft. Dabei ist das Fenster oder die Tür immer auch Teil der Komposition. Architektur und Natur werden in der Malerei zu einer Einheit. Die Farbwerte reichen von einem satten Türkis bis zu einem sanftem Rosa und sind in den Wolken ebenso zu finden wie im violetten Grundton eines Fensterrahmens. Zugleich geben die Farben dem Naturraum seine Tiefe und verstärken den intensiven Eindruck der gemalten Landschaft. Grafische Studien, bei denen die Hügel und Wälder in machen Fällen einer starken Abstraktion unterliegen, ergänzen die Tafelbilder.Klaudia Stöckls Schaffen ist aber nicht allein der Landschaft, sondern auch der Figur und abstrakten Komposition gewidmet. Die Ausstellung gibt zudem Einblicke in die Abstraktionen der Künstlerin. (Ybbstaler, Dezember 2006) 

Klaudia Stöckl operiert mit Farbigkeit und schafft ein Netz von Bezügen                                 Herausforderung für Kopf und Auge

Der impressionistische Reiz steht nur am Anfang der Malerei von Klaudia Stöckl.                             Ist das Motiv ausgewählt, wird es in seiner gegenständlichen Konkretheit zweitrangig. Stöckl arbeitet daran, Farbigkeiten einander zuzuordnen, ein Netz von Bezügen zu schaffen, die dem Betrachter den Arbeitsprozess, also die Aneignung durch die Künstlerin, erleben lassen, die manchmal einen hohen Abraktraktionsgrad erreichen. Verdichtete Partien des Bildes und die Fokussierung der Flächen entstehen nicht aus expressiver Absicht, sondern weisen auf Stellen hin, die die Malerin besonders beschäftigen. Das heisst nicht, dass sich Klaudia Stöckl nicht für Orte und Motive begeistern könnte. Die Sammlung des Ausdruckes ist für sie immer Konzentration und Herausforderung für Kopf und Auge. (NÖN Wo 52/2006) 

 

Acrylbilder und Kohlezeichnung 

Klaudia Stöckl zeigt wieder neue Malerei und Grafik. Ihre künstlerische Arbeit steht im Spannungsfeld von gegenständlicher und abstrakter Malerei: Über verschiedene rechteckige und quadratische Formate ziehen sich erdfarbige Farbflächen. Die malerischen Arbeiten erwecken vorerst einen abstrakten Eindruck, sind aber bei näherer Betrachtung stark der Landschaft verhaftet. Stöckl schöpft aus der Landschaft und arbeitet mit der Landschaft. Und dabei ist Raumtiefe, die ihr die Landschaft vorgibt, ein ganz wichtiges Element.
Reizvoll sind auch die Aktzeichnungen, quasi "Körperlandschaften", in Kohle gearbeitet, die sie auch als hervorragende Zeichnerin ausweisen. (NÖN Wo 48/2003 Leopold Kogler)

  

Aquarelle von stiller Expression

„Die ausdrucksvollen Aquarelle sind von stiller Expression getragen. Sei es in der Tiefe der Kellergassen, in der Weite des Most- und Weinviertels...
(Bote von der Ybbs, September 2000, Leopold Kogler)